Dienstag, 1. September 2015

Traumurlaub Malediven

Hallo meine Lieben  

Wie bereits versprochen, kommt heute ein ausführlicher Blogeintrag über meine Reise auf die Malediven. Gemeinsam mit meinem Freund verbrachte ich 9 unvergessliche Tage auf der kleinen Barfußinsel Embudu mitten im Indischen Ozean. Weit und breit nichts als das weite Meer...


 


Im Restaurant haben wir unseren Tisch mit einem sehr netten deutschen Ehepaar geteilt, diese uns die Frage gestellt haben, wieso gerade so junge Leute wie wir auf die Malediven fliegen. Tja ganz einfach… ich liebe einfach weiße Sandstrände, kristallklares Wasser und Palmen ohne Ende. Für mich gibt es nichts Schöneres. Schon als kleines Kind waren die Malediven mein Traumreiseziel Nr. 1! Hinzukommt, dass mein Freund total gerne schnorchelt. Somit war für uns schnell klar, dass die Malediven all unsere Wünsche erfüllen. 
  

Hier ein paar allgemeine Infos:
Wer nun glaubt, man muss für eine Reise auf den Malediven ein Vermögen ausgeben, der liegt falsch! Wir verreisten Ende Juni. Von Mai bis September ist auf den Malediven Monsunzeit, was bedeutet, dass es vermehrt regnen kann. Das wirkt sich natürlich auch ganz klar auf den Preis aus. Wie das Wetter dann tatsächlich war, dazu später mehr. 

Wir haben unseren Urlaub über Holidaycheck gebucht und bezahlten für neun Tage im Superior Bungalow Meerseite, Vollpension im 
***Sterne Embudu Village 
1.250,- Euro pro Person inklusive Flug+Transfer. Für Embudu haben wir uns deshalb entschieden, weil diese Insel einer der günstigsten auf den Malediven ist und mit 94% Weiterempfehlung einfach nur Top ist! Natürlich gibt es auch Resorts, diese mehr Luxus versprechen, jedoch nicht um diesen Preis.

Die Anreise:
Die Anreise ins Paradies ist sehr anstrengend. Wir flogen mit Fly Emirates 5 ½ Stunden nach Dubai. Nach 4 Stunden Aufenthalt auf dem Flughafen ging´s 4 ½ Stunden weiter mit dem Flugzeug auf die Hauptstadt der Malediven. Von Male aus erreichten wir nach ca. 20-minütiger Bootsfahrt unsere Insel. Fly Emirates kann ich jedem nur weiterempfehlen! Das Essen war lecker und das Flugzeug ist modern ausgestattet mit eigenem TV, wo durch einem nicht allzu langweilig während des Fluges wird. Am Nachmittag ging unser Flug von Wien weg, Embudu erreichten wir dann am nächsten Tag in der Früh. Durch die lange Reise waren wir sehr erschöpft doch kaum sind wir auf Embudu angekommen, war von Müdigkeit nichts mehr zu spüren, da man erstmals alles entdecken möchte. Nach über 34 Stunden ohne Schlaf, fielen wir abends erschöpft in unser Bett.


Die Insel: 
Embudu ist eine dicht von Palmen und verschiedenen Pflanzen bewachsene kleine Insel, gerade einmal 280m lang und 145m breit. Ich weiß, das hört sich unglaublich winzig an aber uns ist die Insel nie im Leben so klein vorgekommen. Es hat an nichts gefehlt und die überwiegend jungen deutschen Urlauber haben sich gut auf der Insel verteilt. 



Vorhanden waren:

❤ Rezeption mit Internet gegen Gebühr
❤ Ein Restaurant
❤ Eine Beachbar
❤ Ein Souvenirshop
❤ Ein Schmuckgeschäft
❤ Deutschsprachige Tauchschule
❤ Gartenbungalows sowie Wasserbungalows
❤ Volleyballplatz, Federballplatz, Tischtennis, Dart,
    Wutzler sowie Billard
❤ eine kleine Bücherecke inkl. Zeitschriften zur freien
    Entnahme



Ohne Fernseher und Radio ist man komplett von der Außenwelt abgeschottet… GUT SO!!! Man kann einfach mal abschalten und die tolle Natur fernab von Sorgen und Arbeit genießen. Zusätzlich zum Erholungsfaktor beigetragen hat, dass Embudu eine Barfußinsel ist und man somit immer barfuß im Sand läuft. High Heels und Co können somit getrost zu Hause gelassen werden! Traumhaft waren auch die vielen Schaukeln, die an Kokosnusspalmen befestigt sind und auf der ganzen Insel verteilt zu finden sind.


Nicht nur Urlauber fühlen sich aufgrund der vielen exotischen Pflanzen auf der Insel pudelwohl sondern auch andere Inselbewohner wie etwa Gecos, Eidechsen, verschiedene Vögel, Fledermäuse, Krebse und Reiher. Es ist total interessant diese Tiere zu beobachten und man fühlt sich wie in einem kleinen Dschungel. 



Der Strand und das Meer:

Schon als wir auf der Insel ankamen, waren wir überwältigt von den wunderschönen Farben des Meeres, den vielen Kokosnusspalmen und dem feinen weißen Sandstrand der aus winzigen zermahlenen Korallen besteht – Robinson-feeling pur!


Dadurch, dass die Insel so dicht bewachsen ist, gibt es keinen langen Sandstrand sondern mehrere kleine Strandabschnitte. Die Sandbank ist natürlich das Herzstück der Insel. Hier könnte ich Tag und Nacht entlangspazieren und beobachten, wie Muscheln von den Wellen angespült werden, wie immer wieder kleine Krebse vorbeikrabbeln und sich das Meer von Zeit zu Zeit verändert. Für mich gibt es nichts Schöneres. Ich kann mich einfach an dem traumhaften Strand nicht sattsehen!



Das einzige kleine Problem war, dass man bei schönem Wetter schon direkt nach dem Aufstehen eine Liege reservieren musste (machen dort alle), um noch ein schönes Plätzchen ergattern zu können. Die Sonnenliegen waren mit weichen Auflagen ausgestattet. Zusätzlich gab es noch gelbe Liegen und Plastiksesseln, die man mit ins Wasser nehmen konnte. Es ist einfach herrlich damit im Wasser zu liegen und sich von den Wellen bestritzen zu lassen.






Die Unterwasserwelt:
Wer das erste Mal im Meer schnorchelt, wird von der Unterwasserwelt überwältigt sein. Es ist wie als würde man in eine andere Welt eintauchen. 



Die ganze Insel ist umgeben von einem eigenen Hausriff, dieses man durch mehrere Riffausgänge gut erreichen kann. Zwischen dem Außenriff und der Insel gibt es traumhafte Lagunen mit kristallklarem Wasser, diese zum Baden einladen.



Zum einen gab es einen Korallengarten. Wie der Name schon sagt, konnte man dort ein wunderschönes intaktes Riff mit vielen verschieden Fischen vorfinden. Die restlichen Riffe bestanden leider teilweise schon aus abgestorbenen Korallen. Fische, vor allem Großfische waren dort jedoch trotzdem reichlich anzutreffen. Beim Schnorcheln darf das Meer jedoch nicht unterschätz werden. Es kann zu starken Strömungen kommen, denen man ohne Flossen nicht entgegenwirken kann. Deshalb ist es immer ratsam, sich vorab an der Tauchschule über die aktuelle Lage zu informieren.

Findet Nemo? Hier auf Embudu nicht schwer zu finden! Ich liebe einfach diese kleinen Clownfische, die fröhlich um ihre Anemone umherschwimmen und sich darin sofort verstecken wenn mal eine Kamera zu nahe kommt.
 
Des Weiteren haben wir viele kleine Haie gesehen, die direkt am Strand ihre Runden drehen. Drei bis viermal haben wir sogar größere Haie (ca. 2m lang) beim Riff gesichtet. Aber keine Angst, die Haie kommen einem nicht zu nahe und interessieren sich sowieso nicht für einen. Neben einigen Muränen und Adlerrochen haben wir noch die üblichen bunten Fische gesehen, die wir schon auf Ägypten kennenlernen durften.



Ein absolutes Highlight war das schwimmen mit einer Schildkröte! Ich finde diese friedlichen und zufriedenwirkenden Tiere so unheimlich süß und faszinierend! 


Stellt euch vor, auf der Heimreise haben wir sogar während der Bootsfahrt mehrere Delphine springen gesehen! Das war auf jeden Fall eine schöne Verabschiedung! :D 

Eines liegt mir jedoch noch sehr am Herzen. Immer wieder habe ich in meinen Urlauben feststellen müssen, dass viele Urlauber keinen Respekt vor der Korallenwelt und den dort lebenden Meeresbewohnern haben. Müll wird einfach ins Meer geworfen, an denen Fische ersticken können, Korallen werden abgebrochen und auf dem Riff wird einfach rumgetrampelt. Wissen diese Menschen eigentlich, dass sie damit den Lebensraum vieler Meeresbewohner zerstören, der vermutlich nie wieder aufgebaut werden kann? Korallen wachsen nur wenige Millimeter im Jahr! Durch die fortschreitende Klimaerwärmung und den zusätzlichen rücksichtslosen Menschen auf dieser Welt, werden die Malediven in mehreren Jahren vollständig überflutet sein! Traurige Welt… 
 
Falls euch dieses Thema noch weiter interessiert habe ich hier einen interessanten Beitrag zum Thema "bedrohtes Inselparadies" gefunden: 


Das Essen und der Service:
Vom Essen war ich wirklich überrascht, da es total lecker schmeckte. Ich bin wirklich jeden Tag mehr als satt geworden. Täglich gab es verschiedene Salate, Suppe, viele exotische Früchte (Papaya, Ananas, Drachenfrucht, Melonen, Bananen, Orangen und andere Früchte die ich nicht kannte), leckere Nachspeisen wie etwa Schokomouse und natürlich verschiedene Hauptgänge. Jeden Abend gab es einen anderen Themenabend wie etwa Barbecue, Asia Night oder Italian Night. Einziges kleines Problem, manchmal waren die Speisen etwas zu scharf. Wir haben Vollpension gebucht, inkludiert war das Frühstück mit Saft und Milch, Mittagsessen und Abendessen. Die Getränke mussten separat bezahlt werden. Da ich hauptsächlich aber nur Wasser (1 ½ Liter kosten ca. 2,50 Euro) trinke, bin ich damit eindeutig günstiger gekommen, da man bei All-inklusive mind. um 200 bis 250 Euro mehr bezahlt.


Das Personal war fleißig, jedoch zur keiner Zeit aufdringlich sondern eher zurückhaltend. Das Restaurant war total sauber, die Zimmer wurden morgens und abends gereinigt und die Insel war sehr gepflegt. Ein netter Mitarbeiter hatte uns sogar einmal eine Kokosnuss frisch von der Palme geöffnet.
 


Das Wetter:
Tja…was soll ich dazu sagen…
Wie vorhin schon erwähnt, ist in den Sommermonaten Regenzeit auf den Malediven. Wir hatten die ersten Tage perfektes Wetter, Sonnenschein pur! Gegen Ende unserer Reise zogen leider Wolken auf und von der Sonne war nicht mehr viel zu sehen. An zwei Tagen hat es dann immer wieder kurz geregnet. Zum Glück bleibt es aber auf den Malediven immer angenehm warm und man kann nach dem Regen wieder an den Strand baden gehen. Trotzdem ist Sonnenschein natürlich viel schöner, schon alleine deshalb, weil dadurch die verschiedenen Blautöne des Meeres viel intensiver leuchten. Ob ich nocheinmal in der Regenzeit auf die Malediven reisen würde? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht… immerhin ist das Wetter auch Glückssache. Es kann auch passieren, dass man im Sommer dauerhaft traumhaftes Wetter erlebt. Außerdem ist es auch mal ganz interessant zu sehen, wie schwarze Wolken über den weißen Sandstrand vorbeiziehen. Der Farbkontrast ist unglaublich.



Falls das Wetter also mal nicht so perfekt ist, einfach den Kopf unter Wasser stecken, denn dort gibt es mehr als genug zu entdecken. An einem Tag war das Meer etwas unruhig und der Wellengang etwas stärker wodurch wir nicht schnorcheln gehen konnten und deshalb am Strand die „Embudu-Festung“ aus Sand, Korallen und Muscheln gebaut haben und im Graben kleine Einsiedlerkrebse krabbeln ließen. Das macht echt total Spaß und man fühlt sich wieder wie ein kleines Kind. 




Unser Bungalow:
Gegen unseren Superior-Bungalow Nr. 20 kann ich absolut nichts negatives sagen, lediglich das Bett war etwas hart, was mich aber nicht großartig störte. Das Zimmer war zweckmäßig eingerichtet und sauber. Von den Standardzimmern würde ich jedoch eindeutig abraten, da diese unrenoviert sind und schon etwas in die Jahre gekommen sind. 


Jeder Bungalow hatte vor der Eingangstüre eine Terrasse mit kleiner Sitzecke. Praktisch fand ich vor allem, dass man auf der Terrasse Platz hatte, seine nassen Schwimmsachen auf einer Wäscheleine aufzuhängen und Abstellmöglichkeiten für seine Schnorchel- oder Tauchausrüstung hatte. Außerdem gab es ein kleines Becke, an dem man seine sandigen Füße abwaschen konnte, bevor man das Zimmer betrat.




Zusammengefasst war es gemeinsam mit meinem Freund der schönste Urlaub, den wir je erlebt haben. An Embudu habe ich wirklich nichts auszusetzen und kann die Insel jedem nur weiterempfehlen. Ich weiß schon jetzt, dass ich irgendwann wieder auf die Malediven zurückkehren werde, denn die lange und anstrengende Reise ins Paradies zahlt sich auf jeden Fall aus! Hier findet man noch Ruhe und Erholung, langweilig wird es trotzdem nie.
Habt ihr jetzt genauso wie ich auch wahnsinniges Fernweh bekommen? 



Ich wünsche euch noch einen schönen sonnigen Tag!
Liebe Grüße, eure Christina

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